Geduld

Bist du geduldig? Oh, ich bin manchmal sehr ungeduldig. Wenn mir etwas zu lange dauert oder ich auf etwas warte oder auch, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es gerne hätte. Gleichzeitig weiß ich, dass gerade diese unvorhersehbaren „Lücken“ Möglichkeiten in sich bergen, mich mit mir zu verbinden und bei mir anzukommen. Trotzdem ist es manchmal schwierig, dem Leben immer wieder die Führung zu überlassen und darauf zu vertrauen, dass alles genau zur richtigen Zeit passiert und dass es keine Eile braucht, sondern den langen Atem der Geduld. So ist die Geduld eine weitere Säule der Achtsamkeit und meint eben nicht nur die Geduld mit anderen, sondern auch die Geduld mit uns selbst: dass jeder seinen Weg geht und, auch wenn wir scheinbar dasselbe tun, nicht dasselbe dabei passieren muss. Damit ist hier gemeint, zu akzeptieren, dass man gewisse Prozesse nicht beschleunigen kann, auch wenn man es noch so gerne möchte. Als Kind habe ich gedacht: wenn ich eine Schmetterlingslarve aufbreche, kann ich damit den Schmetterling befreien. Als Erwachsene weiß ich, dass das leider nicht funktioniert. Trotzdem gibt es immer wieder Momente und Prozesse, die ich gern beschleunigen würden und einfach ungeduldig werde. Dann würde ich gerne am Gras ziehen, damit es schneller wächst. 😉 In solchen Momenten hilft mir die Mitgefühls-Meditation, auch Metta genannt. Sie bringt mich mit so einem liebevollen und wohlwollenden Blick mit mir in Verbindung, dass ich ruhiger werde, die Ungeduld kleiner wird und ich mehr und mehr ins Vertrauen gehen kann, dass alles kommt, wenn’s an der Zeit ist. Was hilft dir, wenn du ungeduldig bist?

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